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Ein Stern, drei Könige und ein ungläubiger Hirte

Von , 28. Dezember 2010

Am 27.12.10 erschien in der Märkischen Allgemeinen Zeitung folgender Artikel:

WEIHNACHTEN: Sankt Anna lud Heiligabend zum Krippenspiel ein

PRITZWALK – Keine Krone, kein Gold und keinen purpurnen Mantel? Konnte das wirklich ein König sein, der da erwartet wird? Der kleine Hirte weigerte sich – im Gegensatz zu seinem doch schon betagteren Kollegen – standhaft, das zu glauben: Ein kleines Kind in einer Krippe? Gebettet auf Stroh? Auf keinen Fall. Der kleine Hirte stapfte durch die Kirche – nur weg von der ganzen Geschichte. Doch dann, wie aufs Stichwort, fing das kleine Jesuskind an zu weinen. Das Herz des jungen Hirten wurde weich, er kam zurück in den Stall und glaubte von da an das, was schon der alte Hirte immerzu vorher gesagt hatte: Ein König ist gekommen – geboren von Maria, in einem Stall in Bethlehem.

Das Krippenspiel in Sankt Anna, das am Nachmittag von großen und kleinen Mitgliedern der katholischen Kirchengemeinde in Pritzwalk aufgeführt wurde, hatte zahlreiche Zuschauer in die gut beheizte Kirche gelockt.

Vor voll besetzten Bankreihen spielte das kleine Ensemble – und zauberte bereits innerhalb der ersten zwei Minuten viel Weihnachtsstimmung in das Kirchenschiff. Denn schließlich waren nicht nur die Akteure vorne aufgefordert, die Geburt Jesus darzustellen, auch das Publikum war eingeladen mitzufeiern: Ein Heft mit gängigen und weniger bekannten Weihnachtsliedern hatte die Gemeinde dazu für jeden der Anwesenden für diesen Tag vorbereitet. Eröffnet wurde der Nachmittag von Pastor Mathias Faustmann, der sich vor allem auch mit den Kindern über die Weihnachtsgeschichte unterhielt und darüber, wie sie überliefert wurde: auf einer Papyrus-Rolle nämlich. Die Gäste erlebten dann ein lebendiges und warmherziges Spiel der Hirten, der Heiligen Drei Könige, die dem Stern aus dem Morgenland nach Bethlehem gefolgt waren, des Paares Maria und Josef und vor allem auch des kleinen Jesuskindes, das ebenfalls seinen „Text“ für diese Aufführung gelernt hatte. Nach einer kurzen Andacht Mathias Faustmanns waren die Besucher bestens auf den Weihnachtsabend eingestimmt. (Von Claudia Bihler)