Religiöse Kinderwoche 2010

Von , 10. September 2010

„Kann man Gott finden?“, so leitete unsere Gemeindereferentin Frau Richter ihre erste Katechese bei der diesjährigen Religiösen Kinderwoche ein. Die meisten der 31 Kinder im Alter von sieben bis 13 Jahren schauen betreten zu Boden: Kann man Gott finden? Schließlich durchbricht ein Mädchen das Schweigen: „Nein! Gott kann man nicht finden!“ Ihr sei er noch nirgends begegnet und überhaupt sei das unmöglich: Gott finden. Nun war guter Rat teuer. Schließlich baute Frau Richter eine Brücke: Genau dieser Frage wollten wir ja gemeinsam nachgehen. Vielleicht seien wir am Ende der Woche schlauer. Und so begannen wir mit unserer Gottsucher-RKW. Das Edith-Stein-Haus in Parchim bot dazu ideale Voraussetzungen: schöne Zimmer, leckeres Essen, tolle Freizeitmöglichkeiten und ein sehr freundliches Hauspersonal.

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In der Glaubensunterweisung machten sich außerdem Pfarrer Hahn, die Religionslehrerin Frau Hoppe und Musiklehrerin Frau Bulawa-Kohlschmidt mit den Kindern auf die Suche nach den Spuren Gottes in dieser Welt. Und siehe da: es gab
doch einiges zu entdecken, das auf Gott hinwies.
Man muß nur wie der junge Samuel im Tempel lernen, die Stimme Gottes auch zu hören, denn meist ist sie leise und unscheinbar. Die jüngeren Kinder stellten verschiedene Schöpfungsbilder her. Wenn unsere Erde schon so schön und herrlich ist, wie groß und wunderbar muß dann erst derjenige sein, der das alles gemacht hat!

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Die größeren Kinder übersetzen Psalmen in moderne Sprache und stellten sie sogar pantomimisch dar. Alle gemeinsam ent-deckten Menschen, die in ihrem Leben Gott schon begegnet sind: die Heiligen. Aber es wa-ren nicht nur die Katechesen, die uns plötzlich doch die Gegenwart Gottes spüren ließen. Im gemeinsamen Singen, Trommeln, Basteln, Spielen, Baden haben die Kinder entdeckt: wenn Gott eine Gemeinschaft zusammenruft, dann ist das nicht irgendeine Gemeinschaft. Dann passieren vielleicht sogar weniger Streit, Ausgrenzung und Konkurrenz als sonst. Und diese Erfahrung tut uns Menschen – ob klein oder groß – gut. Was uns Menschen so selten gelingt – einander anzunehmen, das schenkt Gott denen, die Ihn an die erste Stelle ihres Lebens stellen. Auch das haben wir während der Kinderwoche in Parchim versucht, indem wir uns mehrmals am Tag bewusst Zeit genommen haben, um zu beten. Und plötzlich wurde sogar die junge Zweiflerin zur Gottsucherin: „Danke, Gott, dass Du die ganze Zeit bei uns gewesen bist“, konnte sie ehrlich beim letzten Abendgebet der RKW beten.

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